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GEDENKTAG

Die unermüdliche Arbeit des Aufklärers

Der ehemalige Bürgermeister von Oberndorf am Neckar, Klaus Laufer, recherchiert seit Jahren die Schicksale von Opfern der Nationalsozialisten. Er traf dabei auf Widerstände – und auf große Dankbarkeit.

Buch der Erinnerung in Oberndorf am Neckar
Das "Buch der Erinnerung" in Oberndorf am Neckar. Foto: Oberndorf.de

Ein fehlender Fingernagel an einer Hand, ein Brief, der eine tröstende Lüge enthält, ein Mann, der vor seiner Hinrichtung noch eine letzte Zigarette raucht – es sind Details, die unsere Erinnerung an Menschen prägen. Solche Details können wie ein Blitzlicht auf vergessene Opfer sein: Da ist die russische Zwangsarbeiterin Tatjana Muchina, die 1944, kurz vor ihrem Tod, ein Kind zur Welt brachte. Da ist der Brief, der eine Frau in Ruhe sterben lässt und da ist der polnische Zwangsarbeiter Stanislaw Jozwick, der sterben musste, weil er eine deutsche Büroangestellte liebte.

All diese Menschen sind Opfer des Nationalsozialismus. Niemand würde von ihnen wissen, wenn Klaus Laufer, der ehemalige Bürgermeister von Oberndorf am Neckar, nicht in den letzten 50 Jahren ihre Namen aus dem Dunkel gekratzt hätte. Heute stehen 18 von ihnen im „Buch der Erinnerungen“ an der zentralen Gedenkstätte in Oberdorf am Neckar.

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