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Im Hegau-Jugendwerk in Gailingen am Hochrhein bekommen Kämpferkinder mit neurologischen Erkrankungen Rehabilitation. Nach Schlaganfällen, Unfällen oder schockierenden Diagnosen spendet dieser Ort Hoffnung.
Es ist der 26. Januar 2026. Lilly (10) aus Nittel an der Mosel ist mit zwei Freundinnen auf dem Weg zur Schule. Plötzlich kommt ein Auto angerast und erfasst Lilly. Sie wird durch die Luft geschleudert, fliegt meterweit – bis ihr Kopf hart auf dem Asphalt aufprallt. Kiefer und Schlüsselbein sind gebrochen, die Lunge geprellt, der Kopf so schwer verletzt, dass die Ärzte sagen: „Sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, erinnert sich Lillys Mutter Stéphanie Prado Majerus.
Fast zwei Wochen lang ist Lilly im Koma, wird künstlich beatmet und ernährt, das Bett ist voller Kabel und Schläuche. Nach Not-Operationen in Trier und Mainz ist klar, dass Lilly weiterleben wird. „Aber das Schädel-Hirn-Trauma und die Lähmung von Hirn-Nerven waren so stark, dass wir schlagartig wussten: Dieser Tag hat unser Leben für immer verändert“, sagt Stéphanie Prado Majerus.
Erst eine Überweisung in das Hegau-Jugendwerk in Gailingen am Hochrhein schenkt der Familie einen Funken Hoffnung: Das Krankenhaus und Reha-Zentrum hat sich auf neurologische Verletzungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Über 400 Mitarbeitende, darunter Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Psychologen und Lehrer, kümmern sich hier um rund 1000 Patienten pro Jahr. Manche bleiben ein paar Wochen, andere viele Monate. Etwa ein Drittel kam mit motorischen oder kognitiven Einschränkungen zur Welt. Doch viele Kinder kommen auch nach Unfällen, weil sie beinahe in einem Teich ertrunken wären, gestürzt sind oder von einem Fahrzeug erfasst wurden – so wie Lilly.
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