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Medikamente

Lieferengpässe: Wenn die Tablette für die Seele fehlt

Das Medikament Quetiapin Retard hilft Menschen, die unter Depressionen leiden. Das Problem: Seit Monaten gibt es einen Lieferengpass. Eine Betroffene schildert, wie sie dadurch in die Krise stürzte – und wieder herausfand.

18.06.2025 10:43
Beim Medikament Quetiapin Retard gibt es einen Lieferengpass. (Archivbild) Foto: Adobe Stock / Shutter2U
Beim Medikament Quetiapin Retard gibt es einen Lieferengpass. (Archivbild) Foto: Adobe Stock / Shutter2U

Sabine Jentscheck kämpft seit Jahren gegen dunkle Dämonen. „Ich leide, eigentlich seitdem ich denken kann, unter Depressionen und posttraumatischer Belastungsstörung“, sagt Jentscheck. Als sie vier Jahre alt war, habe sich ihre Mutter das Leben genommen. Geredet wurde über den Tod nie. Das Schweigen führte zu tiefer Trauer, später zu einer Depression.

Jahre vergingen, ohne dass es ihr besser ging. Schließlich entdeckte sie ein Medikament, das ihr dauerhaft half: Quetiapin Retard. Die letzten fünf Jahre nahm sie es ein und war damit „sehr zufrieden“, wie sie im Gespräch sagt. Als sie an einem Tag im Juni 2024 die Apotheke in ihrem Heimatort betritt, versetzt ihr die Auskunft des Apothekers einen Schock: „Es hieß, es gebe einen Engpass. Ich war wie erstarrt und habe mich gefragt: Was mache ich jetzt nur?“

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